Springe zum InhaltSpringe zur Navigation

Förderglossar

Bauherrenleistungen

Bei Bauherrenleistungen ist zwischen Aufgaben der Projektleitung (DIN 276, Kostengruppe 711) und der Projektsteuerung (DIN 276, Kostengruppe 713) zu unterscheiden.

Allgemein gilt:
Soweit ein Fördernehmer diese Aufgaben durch eigenes Personal erbringt, sind die Aufwendungen bei der Abrechnung durch Stundenzettel und Lohnjournale derjenigen Mitarbeiter, die diese Aufgaben übertragen bekommen haben, nachzuweisen. Bei öffentlichen Stellen können selbst erbrachte Leistungen nicht Bestandteil der Förderung sein. Der Wert der erbrachten Leistungen wird in diesem Fall aber als Eigenleistung anerkannt.

Bei Leistungen, die von Externen übernommen werden sollen, sind die vergaberechtlichen Vorgaben zu beachten. Unterhalb der EU-Schwellenwerte der Vergabeordnung für freiberufliche Leistungen, bedeutet dies, dass mindestens drei Vergleichsangebote anzufordern sind und das wirtschaftlichste dieser Angebote auszuwählen ist. Das Vergabeverfahren ist nachvollziehbar zu dokumentieren, auch für Prüfungen durch unbeteiligte Dritte. Zu den vergaberechtlichen Vorgaben siehe auch das Merkblatt zu Vergabemodalitäten in seinem aktuellen Stand.

Kosten für die Projektleitung (originäre Bauherrenleistungen) werden nur bei Zuwendungsempfängern gefördert. Bei öffentlichen Stellen ist diese Aufgabe gemäß Anhang B des Rundschreibens SenStadt VI A Nr. 7/2005 selbst zu erbringen. Sach- und Personalkosten der öffentlichen Verwaltung sind grundsätzlich nicht förderfähig (vgl. Ziffer 5.4 VV SozStadt 2014), sie können nur als (nicht-monetäre) Eigenleistung anerkannt werden.

Zu dieser Aufgabe gehören:

  • Kontrolle der Einhaltung der Förderbestimmungen
  • Entscheidungen zur Terminplanung
  • Entscheidung zur Aufstellung von Planungsunterlagen und zu  Wirtschaftlichkeitsuntersuchungen
  • Einholung öffentlich-rechtlicher Genehmigungen, Entscheidungen zu Bau- und Planungsverträgen, Gutachten o.ä. (einschl. Festlegungen im Vergabeverfahren, Entscheidungen zu Vertragsbedingungen und zu Abweichungen hiervon, Erfüllung der Ansprüche, Mängelansprüche)
  • Entscheidung über Zielkonflikte
  • Entscheidungen zur Mittelsteuerung
  • Veranlassung von Veröffentlichungen
  • Veranlassung und Verantwortung von Berichterstattung und Verwendungsnachweis

Kosten für die Projektsteuerung sind grundsätzlich bei allen Fördernehmern förderfähig; bei öffentlichen Stellen allerdings nur, sofern sie von Externen erbracht werden. Wird die Aufgabe von der öffentlichen Stelle selbst erbracht, ist eine Anerkennung als (nicht-monetäre) Eigenleistung möglich.

Zu dieser Aufgabe gehören:

  • Kontrolle der Einhaltung der Förderbestimmungen
  • Entscheidungen zur Terminplanung
  • Entscheidung zur Aufstellung von Planungsunterlagen und zu Wirtschaftlichkeitsuntersuchungen
  • Einholung öffentlich-rechtlicher Genehmigungen, Entscheidungen zu Bau- und Planungsverträgen, Gutachten o.ä. (einschl. Festlegungen im Vergabeverfahren, Entscheidungen zu Vertragsbedingungen und zu Abweichungen hiervon, Erfüllung der Ansprüche, Mängelansprüche)
  • Entscheidung über Zielkonflikte
  • Entscheidungen zur Mittelsteuerung
  • Veranlassung von Veröffentlichungen
  • Veranlassung und Verantwortung von Berichterstattung und Verwendungsnachweis

Kosten für die Projektsteuerung sind grundsätzlich bei allen Fördernehmern förderfähig; bei öffentlichen Stellen allerdings nur, sofern sie von Externen erbracht werden. Wird die Aufgabe von der öffentlichen Stelle selbst erbracht, ist eine Anerkennung als (nicht-monetäre) Eigenleistung möglich.

Zu dieser Aufgabe gehören:

  • Abstimmung, Kontrolle und Fortschreibung von Terminplanungen
  • Überprüfung von Planungsunterlagen und Wirtschaftlichkeitsuntersuchungen
  • Vorbereitung von Genehmigungsverfahren, Abgleich von deren Ergebnissen mit der Projektplanung
  • Vorbereitung von Entscheidungen zu Bau- und Planungsverträgen, Gutachten o. ä. (einschließlich Mitwirkung im Vergabeverfahren und bei der Erstellung der Vertragsbedingungen, Überwachung der Vertragserfüllung, Mitwirkung bei der Abnahme, Prüfung von Mängelansprüchen)
  • Überprüfung und Wertung von Entscheidungsvarianten, Kontrolle der Umsetzung
  • Aufstellung von Zahlungsplänen; Kostenkontrolle
  • Zuarbeit für Veröffentlichungen
  • Zuarbeit für Berichterstattungen, Vorbereitung des Verwendungsnachweises

Bei der Projektantragstellung gelten die nachfolgenden Obergrenzen für die Anerkennung von Leistungen der Projektleitung und -steuerung. Diese beziehen sich auf die Erbringung des vollständigen Aufgabenpaketes. Werden nur Teilleistungen erbracht, ist die Höhe anteilig zu verringern. Grundlage der Vergütung sind die anrechenbaren Kosten (aK). Diese ergeben sich aus den Gesamtkosten nach DIN 276, jedoch ohne die Kostengruppen 110 bis 130, 220, 240, 710 sowie 760 bis 790. In begründeten Fällen kann von diesen Obergrenzen abgewichen werden.

Anrechenbare Kosten
(aK)
Honorar Projektleitung
(in % der aK)
Honorar Projektsteuerung
(in % der aK)*
bis 50.000 €4,54,5
bis 100.000 €4,34,3
bis 150.000 €4,04,0
bis 200.000 €3,83,8
bis 250.000 €3,53,5
bis 300.000 €3,33,3
bis 400.000 €3,03,0
bis 500.000 €2,82,8
ab 500.000 €2,52,5

* Bei Projekten mit deutlich überdurchschnittlichen Anforderungen können die Kosten für die Projektsteuerung um bis zu 0,3 % erhöht werden. Hierzu ist der höhere Anforderungsgrad bei der Antragstellung ausführlich darzulegen. Wesentliche Aspekte sind die Komplexität der Projektorganisation, die Erfahrung der Beteiligten, Besonderheiten des Vorhabens und spezielle Terminanforderungen.

Werden die Leistungen der Projektsteuerung an eine Person übertragen, die auch Grundleistungen nach der Honorarordnung für Architekten und Ingenieure (HOAI) erbringt, so sind die o.g. Prozentsätze um 10 % zu kürzen.
Sofern sich im Zuge einer Ausschreibung herausstellt, dass das wirtschaftlichste Angebot oberhalb der im Finanzplan genehmigten Höhe liegt, können die zusätzlichen Kosten nur anerkannt werden, wenn der Fördernehmer einen Ausgleich an einer anderen Position erbringt.


Werden darüber hinaus sonstige Bauherrenleistungen (DIN 276, Kostengruppe 719) übertragen, dürfen die Zeithonorare folgende Stundensätze nicht überschreiten:


  • für den verantwortlichen Projektleiter / -steuerer (mit Hochschulabschluss oder vergleichbarer Qualifikation): 54 Euro (plus MwSt)
  • für Mitarbeiter, die technische oder wirtschaftliche Aufgaben erfüllen (mit Hochschulabschluss oder vergleichbare Qualifikation): 45 Euro (plus MwSt)
  • für Mitarbeiter, die technische oder wirtschaftliche Aufgaben erfüllen (ohne Hochschulabschluss oder vergleichbare Qualifikation): 36 Euro (plus MwSt)

zurück

Logo Europäische Union, Europäischer Fonds für regionale EntwicklungLogo Bundesministerium des Innern, für Bau und HeimatLogo Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt, Berlin

© 2019 Programmdienstleister (PDL) Zukunftsinitiative Stadtteil II

Sitemap

Impressum

Datenschutz